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AfD-Europaabgeordneter Kölmel legt Gauland Parteiaustritt nahe

Archivmeldung vom 29.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bernd Kölmel auf dem Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg 2015
Bernd Kölmel auf dem Landesparteitag der AfD Baden-Württemberg 2015

Foto: Robin Krahl
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bernd Kölmel, Europaabgeordneter der AfD, hat den Chef der Brandenburger AfD, Alexander Gauland, scharf kritisiert und drastische Konsequenzen ins Spiel gebracht.

Mit Blick auf die heftigen verbalen Angriffe Gaulands auf den AfD-Bundeschef Bernd Lucke, sagte Kölmel dem "Handelsblatt" (Onlineausgabe): "Wir müssen jedem in der Partei klar machen, dass es nicht geht, öffentlich negativ über uns zu reden. Wenn das nicht verstanden wird, dann sollten wir diese Leute auffordern, die Partei zu verlassen – egal, wen es trifft." Dieses ständige schlecht übereinander Reden dürfe nicht sein, betonte Kölmel. "Das wäre der erste Schritt, um wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen." Dann müsse die AfD ihre politischen Themen wiederbeleben. "Dass die etablierten politischen Parteien jetzt kritischer auf die Europolitik, die Energiewende oder die Zuwanderung blicken, hat ja auch damit zu tun, dass wir als erste diese Kritik geäußert haben", sagte Kölmel. Er rief seine Partei eindringlich dazu auf, den Richtungsstreit zu beenden. "Vielleicht müssen sich alle besinnen. Die Fundis müssen ein Stück Realpolitik akzeptieren und die Realos müssen bereit sein, auch eine Schippe Fundamentalismus mitzunehmen", sagte er und fügte hinzu: "Wenn wir das nicht schaffen, werden wir langfristig keine Chance im politischen System haben." Der Richtungsstreit könne zur "Existenzfrage" werden, warnte er. Die AfD habe schon viele Mitglieder verloren, die "sehr gut" zu ihr gepasst hätten. "Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass wir nicht noch mehr Mitglieder verlieren und damit personell wie inhaltlich ausbluten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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