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Fall Lügde: Kinderschutzbund vermutet "Netzwerk bis in Behörden"

Archivmeldung vom 26.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: D.Gast / pixelio.de
Bild: D.Gast / pixelio.de

Vor dem Prozessauftakt zum Missbrauchsfall von Lüdge fordert der Kinderschutzbund die Einsetzung einer länderübergreifenden Expertenkommission zur Aufklärung des Behördenversagens.

"Wir wissen längst noch nicht alles. Ich halte es durchaus für möglich, dass es ein Netzwerk gibt, das bis in Behörden reicht. Daher würde ich es begrüßen, wenn Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gemeinsam eine unabhängige Expertenkommission einsetzten", sagte Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbunds, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Die Grenzüberschreitung und das Nebeneinander von Kreisen, Städten, Polizeibehörden und Landesjugendämtern hätten zudem die Taten begünstigt. "Deshalb wären beide Länder gut beraten, ein Gremium von Wissenschaftlern aus Kriminologie und Erziehungswissenschaft einzusetzen, das diesen Fall noch einmal aufarbeitet", so Hilgers weiter. Auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen sollen über Jahre hinweg mehr als 40 Jungen und Mädchen schwer sexuell missbraucht worden sein. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen drei Tatverdächtige in Detmold.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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