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Zeitung: Rot-rot-grüne Gespräche mit Schulz

Archivmeldung vom 12.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Martin Schulz (2014)
Martin Schulz (2014)

Foto: Foto-AG Gymnasium Melle
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Europapolitiker Martin Schulz schaltet sich in die Bemühungen ein, die Chancen eines rot-rot-grünen Bündnisses auf Bundesebene auszuloten: Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe) soll Schulz am 24. Januar an einem Treffen von Politikern aller drei Parteien teilnehmen, bei dem es laut Einladung um "einen offenen Austausch mit der Betonung des Gemeinsamen" gehen soll. Neben Schulz sollen Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Grünen-Europapolitikerin Ska Keller als prominente Gäste an dem "Trialog für eine progressive Politik" teilnehmen, schreibt die SZ. Es wäre die dritte Zusammenkunft dieser Art, nachdem sich Politiker von SPD, Linken und Grünen bereits im vergangenen Jahr zweimal in großer Runde ausgetauscht hatten.

Das erste Treffen hatte auch SPD-Chef Sigmar Gabriel besucht. Mit Martin Schulz schaltet sich laut SZ nun ein weiterer der potenziellen SPD-Kanzlerkandidaten in die rot-rot-grünen Lockerungsübungen ein. Anders als Gabriel werde er nicht als kurzzeitiger Überraschungsgast auftauchen, sondern soll als offiziell angekündigter Diskussionsteilnehmer erscheinen - in der Woche vor jener Vorstandsklausur, bei der die SPD ihren Kanzlerkandidaten präsentieren will. Demoskopisch sieht es derzeit nicht gut für Rot-Rot-Grün aus.

In jüngsten Umfragen waren die drei Parteien zusammen kaum stärker als die Union allein. Am 24. Januar soll es laut Einladung um die "Idee eines offenen und demokratischen Europas" gehen, schreibt die Zeitung. "Wir brauchen eine klare Botschaft für einen sozialen Kurswechsel in der EU", heißt es demnach. Gegen "Rechtspopulisten und Nationalisten" brauche es "eine entschlossene Antwort der progressiven linken Kräfte".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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