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Merkel: Europa muss durch die Menschen erlebt werden

Archivmeldung vom 01.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Angela Merkel (2010)
Angela Merkel (2010)

Foto: Armin Linnartz
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt bei der europäischen Integration vor allem auf die Bürger: "Europa kann nicht von oben, von der Politik definiert werden, sondern Europa muss durch die Menschen erlebt werden", sagte Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Ein gemeinsames Leitmotiv für Europa lasse sich umso besser schaffen, desto "mehr die Menschen sich nicht nur als Bürgerinnen und Bürger ihres Nationalstaats fühlen, sondern je mehr sie auch die Probleme anderer im Blick haben", erklärte die Bundeskanzlerin, die am Samstag an der Abschlussveranstaltung des Pilotprojekts "Ein neues Leitmotiv für Europa" der EU-Kommission teilnimmt.

Jedes Land habe seinen eigenen Blick auf Europa, der "von der eigenen Geschichte, von den eigenen Grundauffassungen" geprägt sei, räumte die Bundeskanzlerin ein. Das "Wunder an Europa" sei, "dass wir trotz der vielen unterschiedlichen Meinungen einen Grundkonsens, einen gemeinsamen Konsens gefunden haben." Es gebe auf der Welt "gar nicht so viele Gebiete", in denen die Grundwerte, das Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie, so unumstritten seien. "Deshalb glaube ich, gibt es gute Gründe, dass wir Europäer zusammengehören, obwohl jeder von uns seinen Blick auf Europa hat", sagte Merkel. Angesichts des kleinen Anteils der Europäer an der Weltbevölkerung spricht sich die Kanzlerin dafür aus, die Kräfte zu bündeln. "Aber", so Merkel, "das Subsidiaritätsprinzip, dass also alles, was vor Ort entschieden werden kann, auch vor Ort entschieden wird, muss in Europa besser gelten." Zudem könne die europäische Rechtssetzung "auch noch unbürokratischer gemacht werden".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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