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Gewerkschaft NGG warnt vor Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes

Archivmeldung vom 29.03.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.03.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnt den Vorstoß der Arbeitgeberseite zur Flexibilisierung von Arbeitszeiten ab. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger: "Eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes wäre fatal und unnötig." Bereits jetzt seien die Grenzen der Beschäftigten in Sachen Flexibilität und Arbeitsbelastung erreicht. "Übermäßiger Zeitdruck, ständige Überstunden, Nichteinhalten von Pausen. Das alles gibt es schon heute und das macht die Menschen krank", warnte Rosenberger.

Die Gewerkschaftvorsitzende wies darauf hin, dass Belegschaften im Zuge von Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen bereits jetzt flexibel eingesetzt werden könnten, beispielsweise um Produktionsspitzen abzufedern. Nach Ansicht von Rosenberger liefen die "Angriffe auf das Arbeitszeitgesetz" durch die Arbeitgeberseite ins Leere, denn es bestehe kein Reformbedarf. "Die heute geltenden Regelungen gelten seit Jahrzehnten und wurden nicht ohne Grund, sondern zum Schutz der Beschäftigten beschlossen. Diesen Schutz brauchen sie heute wie damals."

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hatte zuvor angestoßen, dass es möglich sein sollte, auch über zehn Stunden am Tag hinaus zu arbeiten. Einen entsprechenden Ausgleich könnten die Arbeitnehmer dann an anderen Tagen nehmen. Kramer forderte eine Reform des Arbeitszeitgesetzes mit einer Umstellung von Tageshöchstarbeit auf Wochenarbeitszeit.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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