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Dussmann-Chef: In Pflegeheimen fehlten Tests

Archivmeldung vom 01.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Coronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild)

Bild von Elchinator auf Pixabay

Für Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandssprecher der Dussmann-Gruppe, die in Deutschland 100 Pflegeheime betreibt, haben die Corona-Infektionen in den Heimen vor allem zwei Ursachen: Den Verzicht auf eine Besuchsverbot, wie es noch im Frühjahr gegolten hatte, sowie fehlenden Tests. "Es gab es im November noch nicht die Testkapazitäten inklusive Schnelltests wie heute, sodass die Infektionswelle in Lichtenberg spät erkannt wurde", sagte Adlhoch dem Tagesspiegel.

In einem Dussmann-Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg waren 15 Menschen gestorben. "Ein gutes Testkonzept des Gesundheitsamts mit schnellen und vielen Reihentestungen ist die wichtigste Voraussetzung dafür, das Virus rasch zu erkennen und wieder aus einem Haus heraus zu bekommen", sagte der Dussmann-Chef. "De facto wurden die Senioren häufig erst bei einem Krankenhaus-Aufenthalt getestet."

Selbst als Pflegeheimbetreiber habe man Schnelltests "von seriösen Lieferanten erst in der letzten Novemberwoche erhalten". Das Land Berlin habe erst zu dem Zeitpunkt die ersten Tests zur Verfügung gestellt.

"Anders als bei der ersten Welle im Frühjahr letzten Jahres hat sich das Virus im Herbst und Winter viel schneller verbreitet", blickte Adlhoch zurück und erklärt das auch mit dem "nahezu kompletten behördlichen Besuchsverbot im ersten Lockdown, sodass auch weniger Infektionen in die Einrichtungen getragen wurden. Das Verbot gibt es in dieser Form nicht mehr - mit einer nachvollziehbaren Begründung", sagte Adlhoch dem Tagesspiegel.

"Bei einer Pandemie von diesem Ausmaß ist ohne Besuchsverbot kaum zu verhindern, dass es gerade in Senioreneinrichtungen, wo Menschen auf engem Raum leben, zu Ausbrüchen kommt." Es kämen ja nicht nur Personal und Besucher in die Einrichtungen, sondern auch Lebensmittellieferanten, Handwerker oder medizinische Dienstleister.

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)


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