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ZEW-Präsident plädiert für Konjunkturprogramm

Archivmeldung vom 20.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Achim Wambach (2016), Archivbild
Achim Wambach (2016), Archivbild

Foto: ZEW/Erich Dichiser
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, Achim Wambach, plädiert für ein staatliches Konjunkturprogramm in der Coronakrise. "Der Staat könnte dabei helfen, indem er dort eingreift, wo das Angebot da ist, aber die Nachfrage fehlt: Also etwa Autos, Anzüge, Fernsehgeräte", sagte Wambach dem "Mannheimer Morgen".

Als mögliche Instrumente nannte er Konsumgutscheine oder Steuererleichterungen. Der ZEW-Präsident nahm die Entscheidungsträger gegen Kritik in Schutz: "Krisenpolitik ist immer hektisch, da werden auch Fehler gemacht, einiges ist im Hauruckverfahren passiert. Die Politik hat daraus gelernt und korrigiert ihre Fehler." Der Ökonom sprach sich für eine staatliche Unterstützung der Lufthansa aus: "Die Lufthansa war vor der Krise ein solventes Unternehmen, sie wird es auch hinterher sein. Es wäre deshalb volkswirtschaftlich unsinnig, wenn der Staat sie jetzt ihrem Schicksal überlassen würde", sagte Wambach dem "Mannheimer Morgen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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