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Wahltrend: FDP legt auf 7 Prozent zu

Archivmeldung vom 27.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Die FDP klettert im stern-RTL-Wahltrend nochmals um einen Prozentpunkt auf jetzt 7 Prozent - diesen Präferenzwert hatten die Freien Demokraten zuletzt vor fünf Jahren im Juni 2010 erreicht. Der Zuwachs der FDP geht zu Lasten der Unionsparteien CDU/CSU, die zum ersten Mal seit Juni 2014 wieder unter die 40-Prozent-Marke auf 39 Prozent fallen. Die SPD kann sich im Vergleich zur Vorwoche wieder leicht auf 23 Prozent verbessern. Die Grünen behaupten 11 Prozent, die Linke verharrt bei 9 Prozent. Auf 4 Prozent rutscht dagegen die zerstrittene AfD ab. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 29 Prozent.

"Vom Rückgang der AfD profitiert die FDP, wie oft behauptet, nicht", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, "denn von den derzeitigen FDP-Sympathisanten haben bei der Bundestagswahl 2013 nur drei Prozent die AfD gewählt, 37 Prozent von ihnen aber sind von der Union zur FDP zurückgewandert." Weil nun SPD, Grüne und Linke zusammen nur auf 43 Prozent kommen, CDU/CSU und FDP dagegen auf 46 Prozent, hätte aufgrund der aktuellen Stimmungslage ein schwarz-gelbes Bündnis eine regierungsfähige Mehrheit. Die AfD würde den Einzug in den Bundestag verfehlen.

Bei der Kanzlerpräferenz - wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte - liegt Angela Merkel mit 56 Prozent immer noch klar mit 41 Prozentpunkten vor Sigmar Gabriel mit 15 Prozent. Während Merkels Rückhalt bei den Anhängern der Union mit 91 Prozent unverändert hoch ist, würde sich nach wie vor nur eine Minderheit von 43 Prozent der SPD-Anhänger für Gabriel entscheiden.

"Denn der von den Sozialdemokraten vom Zaun gebrochene Koalitionsstreit über das weitere Vorgehen in der Geheimdienstaffäre um BND und NSA erweist sich als Rohrkrepierer", sagt Forsa-Chef Güllner. Auch politische Kompetenz - wer also mit den Problemen im Land am besten fertig wird - trauen der SPD weiterhin nur zehn Prozent der Wahlberechtigten zu, unter ihnen lediglich 36 Prozent der eigenen Anhänger. "Dem unpopulären SPD-Chef Sigmar Gabriel", so Güllner, "gelingt es einfach nicht, seiner Partei wieder zu besserem Ansehen zu verhelfen und damit Vertrauen zurückzugewinnen."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 18. bis 22. Mai 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Quelle: Gruner+Jahr, stern (ots)

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