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Fall Lübcke: FDP-Innenexperte will Überprüfung von V-Mann-System

Archivmeldung vom 26.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Benjamin Strasser (2018)
Benjamin Strasser (2018)

Foto: De728631
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit Blick auf den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den am Mittwoch tagenden Innenausschuss hat der FDP-Innenexperte Benjamin Strasser Konsequenzen für das V-Mann-System in Deutschland gefordert.

"Angesichts der neuen Bedrohungslage braucht es eine Überprüfung und Neubewertung des V-Leute-Systems", sagte Strasser der "Heilbronner Stimme". Beim Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) seien "40 Spitzel von sieben Sicherheitsbehörden den Rechtsterroristen über zehn Jahre nicht auf die Schliche gekommen. Im Fall Lübcke hat es der Tatverdächtige offensichtlich zehn Jahre lang geschafft abzutauchen, um dann quasi aus dem Nichts zuzuschlagen", so der FDP-Politiker weiter.

"Das Staatsversagen beim NSU" sei ein "Lehrstück, das die Probleme bei der Bekämpfung des Rechtsterrorismus exemplarisch" offengelegt habe. "Es liegt an uns, nach dem Mord in Kassel die jahrelange Schockstarre endlich zu durchbrechen. Der große Wurf scheint naiv. Er ist aber notwendig, um die Menschen besser vor Terror schützen zu können", sagte Strasser der "Heilbronner Stimme".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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