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CDU-Innenexperte Binninger erwägt Meldepflicht bei Cyber-Attacken

Archivmeldung vom 20.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Clemens Binninger
Clemens Binninger

Foto: Laurence Chaperon
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Angesichts der steigenden Zahl von Cyber-Angriffen hat der CDU-Innenexperte Clemens Binninger eine Meldepflicht bei Internet-Angriffen erwogen. Nach wie vor fehlten den deutschen Sicherheitsbehörden "präzise Kenntnis darüber, wie viele Cyber-Attacken auf deutsche Unternehmen verübt werden", kritisierte das Mitglied im Innenausschuss des Bundestages im Nachrichtenmagazin "Focus".

Die Unternehmen hätten "offenbar Hemmungen", die Behörden bei einem Sicherheitsvorfall zu kontaktieren. So gingen den Ermittlern wichtige Informationen verloren. "Wir brauchen diese Daten, besonders wenn die sogenannte kritische Infrastruktur attackiert wird", forderte Binninger. Hierzu zählen Stromnetze, Verkehrsleitsysteme oder Krankenhäuser.

"Wenn uns die Unternehmen nicht freiwillig über schwerwiegende Störungen informieren, kommt die gesetzliche Meldepflicht", stellte Binninger in "Focus" klar. Zudem forderte Binninger einen besseren Ausbau des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums (NCAZ). Das NCAZ sei derzeit "nur ein besserer Verkehrswarnfunk". "Es muss sich jetzt schnell zu einer eigenständigen Cyber-Einheit entwickeln, die gegen Angriffe im Netz vorgeht. Im Moment hinken wir hinterher." Auf die Frage, ob er der neue Chef des Bundeskriminalamts werde, antwortete Binninger: "Nein!"

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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