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Umfrage: Nur eine Minderheit der deutschen halten Hartz-IV-Regelsatz für "alles in allem angemessen"

Archivmeldung vom 02.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Bild: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Eine Minderheit von 45 Prozent der Deutschen empfinden die Grundsicherung von 416 Euro, die der Staat an Personen bezahlt, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, alles in allem als angemessen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Umfrage für "RTL Aktuell". 40 Prozent sind demnach der Meinung, dass die Grundsicherung zu niedrig bemessen ist. Zehn Prozent finden, dass diese zu hoch ist.

Während die jüngeren Befragten (unter 30 Jahre), die Anhänger der Union sowie der FDP die Grundsicherung mehrheitlich als angemessen empfinden, sind überdurchschnittlich häufig die Anhänger der SPD (48 Prozent) und insbesondere der Linkspartei (77 Prozent) und der Grünen (63 Prozent) der Meinung, dass die Grundsicherung zu niedrig ist. 51 Prozent der Befragten finden es laut Umfrage grundsätzlich richtig, dass man erst dann Geld vom Staat erhalten kann, wenn das eigene Vermögen aufgebraucht ist oder man nicht vom Lebenspartner finanziell mitversorgt werden kann - so, wie es durch die sogenannten Hartz-IV-Reformen von 2003 beschlossen wurde.

46 Prozent sind der Meinung, dass diese Regelung einer Änderung bedarf. Dass sie dieses Prinzip grundsätzlich richtig finden, meinen die unter 30-Jährigen (61 Prozent), die formal höher Gebildeten (Abitur, Studium: 54 Prozent) sowie die Anhänger von Union (55 Prozent) und FDP (56 Prozent) vergleichsweise häufig. Auf die offene, ohne jedwede Antwortvorgabe gestellte Frage, was die wesentlichen Gründe dafür sind, dass Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit geraten, meinen 28 Prozent der Bürger in Deutschland, dies läge an der Faulheit beziehungsweise Bequemlichkeit der betroffenen Personen. 26 Prozent sind der Ansicht, Menschen würden vor allem aufgrund ihrer mangelnden Bildung beziehungsweise Qualifikation in Langzeitarbeitslosigkeit geraten. Jeweils 19 Prozent meinen, Menschen würden wegen des fehlenden Angebots an Arbeitsplätzen beziehungsweise gesundheitlicher Probleme in Langzeitarbeitslosigkeit geraten und zwölf Prozent glauben, dass das Alter der Betroffenen ein wesentlicher Grund für Langzeitarbeitslosigkeit ist.

Datenbasis: Für die Umfrage wurden am 25. und 26. April 2018 genau 1.001 Personen befragt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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