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DGB distanziert sich von SPD-Vorschlag zu Angestelltengehältern

Archivmeldung vom 04.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Logo
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In der Diskussion um die Deckelung von Angestelltengehältern (Manager) bezweifelt der Deutsche Gewerkschaftsbund die Wirksamkeit eines zentralen SPD-Vorschlags. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Ich bin dagegen, dass Vorstandsvergütungen von Hauptversammlungen beschlossen werden."

Hoffmann forderte, man müsse sich, gerade bei den im Dax notierten Unternehmen, die Eignerstruktur anschauen. Da gebe es viele internationale Finanzinvestoren. Und dass diese einen Beitrag dazu leisten, Managergehälter zu kappen, halte er für "außerordentlich unwahrscheinlich". Der Gewerkschafter hält es stattdessen "nach wie vor für richtig, dass der Aufsichtsrat über die Vergütungen der Manager entscheidet".

Auf Fragen nach der Rolle der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten sagte Hoffmann, extrem hohe Vergütungen und Abfindungen würden zu Recht kritisiert. Allerdings warne er davor, das Kind mit dem Bade auszuschütten. "Kritiker wie Jens Spahn von der CDU versuchen, die Mitbestimmung insgesamt zu diskreditieren. Das ist ein durchsichtiges Manöver." Außerdem verwies der DGB-Chef auf das Doppelstimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden, den die Anteilseigner stellen "und mit dem die Arbeitnehmerbank immer überstimmt werden kann".

Der DGB-Chef betonte: "Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Mitbestimmung, damit wir gute Arbeit in Betrieben und Verwaltungen haben." Es sei enorm, was 180 000 Betriebsräte und 220 000 Personalräte Tag für Tag leisteten. "Ohne sie gäbe es noch viel häufiger Exzesse und das Streben nach kurzfristigen Profiten."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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