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Forensik-Experte: NRW hätte vermeintlichen Hackerangriff gegen Schulze Föcking geheim halten sollen

Archivmeldung vom 16.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Aus kriminalistischer Sicht war falsch, dass die NRW-Landesregierung den vermeintlichen Hacker-Angriff auf Ex-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking schon am Tag nach der Attacke bekanntgab. Das sagt der Cybersecurity-Experte Frank Hülsberg der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Online-Ausgabe).

"Wenn wir einen digitalen Angriff vermuten, gehen wir genau andersrum vor als die Landesregierung in diesem Fall", sagt der Partner der Wirtschaftsprüfungsfirma Warth & Klein Grant Thornton. Hülsberg beschreibt, wie Unternehmen mit solchen Problemen umgehen: "Ein solcher vermuteter Angriff wird extra geheim gehalten. Dann legen wir digitale Lockvögel aus, genannt Honeypots, und können so möglicherweise den Angreifer wegen seiner digitalen Spuren identifizieren bzw. zurückverfolgen. Natürlich werden sensible Daten gleichzeitig gezielt geschützt. Wenn ich dagegen einen vermuteten digitalen Angriff öffentlich anspreche, erschwere ich ja nur das Identifizieren möglicher Täter."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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