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Corona-Ausbruch: Bezirk Neukölln will Quarantäne mit Sozialarbeit und Polizei durchsetzen

Archivmeldung vom 16.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Coronavirus (Symbolbild)
Coronavirus (Symbolbild)

Bild von Наркологическая Клиника auf Pixabay

Der Berliner Bezirk Neukölln rechnet damit, dass nach dem Corona-Ausbruch in einem Wohnhaus die Zahl der Infizierten noch steigt. Wie Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) am Dienstag im Inforadio vom rbb sagte, sind bisher 54 Mieter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Weitere Menschen werden momentan getestet. Wo genau sich die Menschen angesteckt haben, sei noch unklar.

Eine besondere Herausforderung sieht Liecke darin, die angeordnete Quarantäne durchzusetzen. Dafür seien mehrere Stufen vorgesehen. "Wir setzen zunächst auf die Sozialarbeit, die vor Ort im Kiez schon seit Jahren etabliert ist. Beratung, Information, kultursensible Aufklärung. Viele Menschen sprechen kein Deutsch oder können weder schreiben noch lesen. Da ist es wichtig, dass wir das Gespräch suchen," so Liecke.

Im nächsten Schritt sollen einzelne Menschen, die sich nicht an die Quarantäne halten, angesprochen werden. "Wir werden auch im Umfeld schauen - in gastronomischen Einrichtungen und ähnlichem, ob es dort Quarantänebrecher gibt, und dann auch mit Unterstützung der Polizei sogenannte normverdeutlichende Ansprachen machen. Denn es ist wichtig, dass wir die Infektion so schnell wie möglich eindämmen, um gefährdete Patienten zu schützen und das Ausbruchsgeschehen zu verhindern."

Durch den Einsatz der Polizei verspricht sich Liecke den nötigen Nachdruck. "Aber es wird jetzt nicht so sein, dass wir ganze Einsatz-Hundertschaften vor den Häusern platzieren. Das wäre sicherlich auch mit Blick auf die Wirkung in die Bevölkerung hinein ein falsches Signal."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)


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