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Ost-Bundesländer erwägen Lehrer-Verbeamtung

Archivmeldung vom 06.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Lehrer dürfen hoffen, künftig in der Mehrzahl der Ostbundesländer verbeamtet zu werden. Nach Thüringen deutet sich in Mecklenburg-Vorpommern eine entsprechende Initiative an, wie der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet. "Einer Abstimmung mit den Füßen tatenlos zuzusehen, kann sich unser Land nicht mehr leisten", sagt Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD).

Zwei Drittel aller Junglehrer bundesweit wünschten sich die Verbeamtung. Eine Arbeitsgruppe zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs prüfe derzeit Optionen, darunter, so Brodkorb, "auch die Verbeamtung". Im Juli hatte bereits Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) empfohlen, ab August 2013 wieder Lehrkräfte in den Staatsdienst zu nehmen. Werden die Pläne realisiert, würden bundesweit nur noch Berlin und Sachsen keine Lehrer neu verbeamten.

Im sächsischen Kultusministerium fürchtet man bereits "Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation bei der Lehrereinstellung". Berlin hingegen ist nach eigenen Angaben in einer Stichprobe nur auf eine Handvoll Lehrkräfte gestoßen, die wegen des fehlenden Beamtenstatus das Bundesland wechseln wollen. Die Verbeamtung von Lehrern ist unter Haushaltspolitikern umstritten, weil sie dem Staat Pensionslasten für die Zukunft aufbürdet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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