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Maaßen widerspricht Wanderwitz: Ostdeutsche lassen sich nicht bevormunden

Archivmeldung vom 02.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Hans-Georg Maaßen (2019)
Hans-Georg Maaßen (2019)

Bild: Screenshot Youtube Video: "WERTEUNION: Hans-Georg Maaßen arbeitet sich an weltoffener Union ab" / Eigenes Werk

In der Debatte um die Neigung der Ostdeutschen zu rechtsradikalen Parteien hat der frühere Verfassungsschutz-Chef und jetzige CDU-Bundestagskandidat in Südthüringen, Hans-Georg Maaßen, die Menschen in Ostdeutschland in Schutz genommen.

In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" NOZ widersprach Maaßen dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (ebenfalls CDU), der gesagt hatte, viele Ostdeutsche seien anfällig für rechtsradikale Parteien. Maaßen betonte: "Das würde ich so nicht sagen." Die Ostdeutschen hätten vielmehr einen starken Freiheitsdrang und seien "sehr sensibel gegenüber Bevormundung".

Aufgrund ihrer Diktatur-Erfahrung in der DDR würden viele Ostdeutsche besonders allergisch auf übergriffige Einmischungen oder politisch korrekte Halbwahrheiten reagieren: "Sie haben ein sehr feines Sensorium, das immer dann anschlägt, wenn sie den Eindruck haben, da möchte ihnen jemand den Mund verbieten, oder da wird nicht die Wahrheit gesprochen, oder sie werden belogen, oder man lässt etwas weg." Die Ostdeutschen "möchten sich einfach nicht von anderen Menschen vorschreiben lassen, wie sie ihr Leben zu führen haben." Das schlage sich dann auch bei Wahlen nieder. Maaßen fügte hinzu: "Dass die radikalen Parteien rechts und links im Osten so stark sind, das nehme ich als Protest wahr, weil die Bedürfnisse der Menschen hier von der Politik nicht so erfüllt werden, wie sie es sich vorstellen."

Maaßen kritisierte in diesem Zusammenhang auch "eine Hypermoral, die von der Linken wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird. Und die nichts mehr mit Moral zu tun hat, wenn sie in das Radikale oder Extreme umschlägt." Als Beispiele nannte er etwa Gendersprache und überzogene Aufschläge auf den Benzinpreis.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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