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Kipping fordert Kurzarbeitergeld für pflegende Angehörige: "Sie sind in Corona-Zeiten unentbehrlich"

Archivmeldung vom 07.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Katja Kipping (2019)
Katja Kipping (2019)

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Linksparteichefin Katja Kipping hat Finanzhilfen für Erwerbstätige und Selbstständige gefordert, die in der Corona-Krise ihre Arbeitszeit für die Pflege von Angehörigen reduzieren und dadurch das angespannte Gesundheitssystem entlasten.

"Jetzt in der Corona-Zeit sind pflegende Angehörige besonders unentbehrlich und gleichzeitig noch stärker belastet, weil Corona den Pflegekräftemangel weiter verschärft und zum Ausfall vieler Unterstützungsangebote führt", sagte Kipping der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Sie schlug vor: "Wer in der Corona-Krise unbezahlten Urlaub nimmt, um Angehörige zu pflegen, sollte dafür eine Corona-Unterstützungsleistung entsprechend dem Kurzarbeitergeld bekommen."

Das gelte auch für jene, die dafür ihre Stundenzahl reduzieren oder ihren Beruf ganz aufgeben müssten. Für Selbstständige müsse es entsprechende Unterstützungsleistungen im Rahmen der Überbrückungshilfen geben. "Erhöhter Aufwand für die Pflege von Angehörigen muss als Corona-bedingter Einkommensausfall anerkannt werden." Grundsätzlich müssten pflegende Angehörige außerdem einen Corona-Pflege-Zuschlag von 200 Euro auf die sonstigen Leistungen bekommen.

Soziale Einrichtungen blieben geschlossen, mobile Pflegedienste stünden teilweise nicht mehr zur Verfügung, sagte Kipping. Hinzu komme die Angst von Angehörigen, solche Angebote in Anspruch zu nehmen, weil das auch Corona-Infektionsquellen sein könnten. "Viele, die vorher dank der Unterstützungsangebote noch Beruf und Pflege vereinbaren konnten, müssen jetzt ihre berufliche Tätigkeit einschränken oder ganz aufgeben." Das führe zu Finanzproblemen. Zugleich gehe die Überlastung so weit, dass pflegende Angehörige selbst krank würden.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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