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SPD-Chefin will weniger Abhängigkeit von einzelnen Ländern

Archivmeldung vom 20.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Saskia Esken (2019)
Saskia Esken (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken fordert als Konsequenz aus der Corona-Pandemie, sich von einzelnen Ländern weniger abhängig zu machen. Die Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung sollten darauf ausgerichtet sein, die eigene Souveränität zu stärken, sagte Esken dem "Handelsblatt".

"Dabei müssen wir analysieren, bei welchen strategisch wichtigen Gütern und Dienstleistungen wir so abhängig von internationalen Lieferbeziehungen sind, dass es sich in Notsituationen schädlich für uns auswirkt", so die SPD-Politikerin weiter. Sie denke da "zum Beispiel an Medikamente, die ausschließlich in China hergestellt werden, aber auch an digitale Produkte und Dienstleistungen".

Man müsse sich generell auch fragen, "ob wir die Globalisierung ein Stück überdreht haben". Zudem müsse man sich "in den wichtigen Sektoren darauf besinnen, national oder zumindest europäisch handlungsfähig sein", sagte Esken dem "Handelsblatt". Bei digitalen Technologien seien die Abhängigkeiten besonders deutlich. Gerade der Staat dürfe "nicht von einzelnen Unternehmen abhängig sein", so die SPD-Chefin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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