Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Steigendes Interesse an Stasi-Akten

Steigendes Interesse an Stasi-Akten

Archivmeldung vom 10.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Andreas Preuß / pixelio.de
Bild: Andreas Preuß / pixelio.de

Bei der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU) sind im ersten Halbjahr 2019 genau 26.402 Anträge auf persönliche Akteneinsicht eingegangen. Das teilte deren Sprecherin Dagmar Hovestädt dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mit.

Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als es insgesamt 45.309 und damit 22.654 pro Halbjahr waren. Die Mehrheit der Anträge wurde bisher stets in Sachsen gestellt. Der sächsische Stasi-Unterlagenbeauftragte Lutz Rathenow sagte dem RND: "Ich sehe in Sachsen ebenfalls ein gesteigertes Interesse. Das hat auch mit dem bevorstehenden 30. Jahrestag des Mauerfalls zu tun." Überdies hätten angesichts der geplanten Überführung der Akten ins Bundesarchiv viele das Gefühl: "Wir müssen noch mal einen Antrag stellen." Es herrsche nämlich die Sorge, dass diese Möglichkeit anschließend nicht mehr bestehe. Rathenow beobachtet, dass zahlreiche Anträge von Ostdeutschen gestellt würden, die mittlerweile in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz lebten.

Oft seien mit den Anträgen auf Akteneinsicht zudem Beratungen mit Blick auf etwaige Entschädigungen verbunden. Der sächsische Stasi-Landesbeauftragte wandte sich nicht explizit gegen die geplante Auflösung der Stasi-Unterlagenbehörde und die Überführung der Akten ins Bundesarchiv, beklagte allerdings eine Konzentration auf die Archiv-Standorte Berlin, Leipzig und Erfurt. "Ich bin vehement dagegen, Chemnitz und Dresden als Archiv-Standorte zu schließen", sagte er. Ende Juni hatten mehr als 40 ehemalige DDR-Bürgerrechtler vor einer "Abwicklung" der Behörde gewarnt. Sie gehöre zu den "wichtigsten Ergebnissen der Bürgerbewegungen in der DDR", der vielen Runden Tische, Demonstrationen und Besetzungen früherer Staatssicherheitsgebäude, hieß es in einer Erklärung, die von der früheren Behördenchefin Marianne Birthler sowie von Freya Klier, Werner Schulz, Ehrhart Neubert, Rolf Schwanitz und Konrad Weiss unterzeichnet wurde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Symbolbild
... Und wenn Dein Körper das kleine Corona Problem schon selbst erledigt hat?
Vernon Coleman 2019
Dr. Vernon Coleman: „Das könnte unmöglich passieren! Oder doch?“
Termine
Das Ende der Pandemie - Der Tag der Freiheit / Lockdown-Großdemo
Berlin
01.08.2020
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte kommen in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige