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Krafts Kinderprojekt Kekiz ohne große Wirkung

Archivmeldung vom 02.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Martin Berk / pixelio.de
Bild: Martin Berk / pixelio.de

Mehr als drei Jahre nach dem Start des Vorzeigeprojekts der rot-grünen Landesregierung "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" (Kekiz) finden Wissenschaftler kaum Belege dafür, dass sich eine solche vorbeugende Politik rechnet. "Land und Kommunen werden weiter daran arbeiten müssen, um Prävention nicht im Blindflug zu betreiben", lautet ein Fazit der Begleitstudie der Bertelsmann-Stiftung, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vorab vorliegt.

Kekiz ist ein Schwerpunkt der Regierungsarbeit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). An dem Projekt sind bisher 18 Modellkommunen in NRW beteiligt. Seit 2012 sollen dort alle Behörden bei der Bekämpfung von Kinderarmut möglichst lückenlos zusammenarbeiten. Heute Nachmittag will Kraft die Studie zusammen mit Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, in Düsseldorf vorstellen. Wesentliches Ziel von Kekiz ist es, frühzeitig in die Zukunft sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu investieren, um Folgekosten für die Gesellschaft durch Arbeitslosigkeit, Frühverrentung oder Drogenabhängigkeit möglichst gering zu halten. Dass dies durch Kekiz gelingen kann, lässt sich aber der Studie zufolge bisher nicht beweisen. Zwar gibt es in einzelnen Städten vielversprechende Ansätze. Im Bericht der Bertelsmann-Stiftung heißt es jedoch: "Der Nachweis fiskalischer Effekte präventiver Maßnahmen ist ausgesprochen komplex." Externe Faktoren wie demografischer Wandel oder Zuwanderung machten es schwer, die Effekte dieser vorbeugenden Politik nachzuweisen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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