Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Giffey: Kinder möglichst nicht zu Großeltern schicken

Giffey: Kinder möglichst nicht zu Großeltern schicken

Archivmeldung vom 21.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Franziska Giffey  (2019)
Franziska Giffey (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat Eltern aufgerufen, ihre Kinder wegen der Covid-19-Ansteckungsgefahr nicht von Großeltern betreuen zu lassen. "Suchen Sie nach anderen Wegen, haben Sie das Risiko im Kopf", mahnte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Wenn die Großeltern vorerkrankt seien, "kann es kritisch werden".

Es gebe andere Kanäle für Enkel, mit ihren Großeltern in Kontakt zu bleiben, erklärte Giffey. "Anrufen, chatten, Briefe schreiben. Auch das kann viel Freude machen und vor Einsamkeit schützen."

Familienministerin: Eltern in systemrelevanten Berufen dürfen nicht zu Hause bleiben

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat an die Länder appelliert, den Zugang zur Kindernotbetreuung zu erleichtern. "Sie müssen sicherstellen, dass kleine Kinder von Eltern, deren Arbeit jetzt unverzichtbar ist, auch wirklich in die Notbetreuung kommen. Bei der Anerkennung der Systemrelevanz braucht es pragmatische Lösungen", forderte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Die Hürden seien derzeit "hoch", so Giffey, weil etwa beide Elternteile die Systemrelevanz ihrer Jobs begründen und darlegen müssten, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, ihre Kinder unterzubringen.

"Wir dürfen die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährden, weil Ärzte, Pflegekräfte, Polizisten oder Mitarbeiter aus der Energie-, Wasser-, Gesundheits- oder Lebensmittelversorgung zu Hause bleiben", mahnte Giffey. Es werde bereits diskutiert, wie Regelungen im Einzelfall angepasst werden könnten oder ob es auch eine Ein-Elternteil-Regelung geben könne. "Die Notbetreuung könnte damit auch dann ermöglicht werden, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf tätig ist", erklärte Giffey.

Giffey: Viele Eltern mit Einkommenseinbußen erhalten bald Kinderzuschlag

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat Familien mit Corona-bedingten Einkommenseinbußen Hilfe in Aussicht gestellt: "Wir wollen den Zugang zum Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen deutlich erleichtern", sagte Giffey im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Derzeit hätten schon zwei Millionen Kinder einen Anspruch auf den "KiZ", der bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich bedeuten könne. "Für Eltern, die jetzt akut Einkommenseinbußen haben, planen wir die Möglichkeit, ebenfalls Ansprüche geltend zu machen", sagte Giffey und kündigte an: "Am nächsten Montag bringen wir eine entsprechende Gesetzesänderung dazu zur Beschlussfassung ins Kabinett."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


Videos
Impfen (Symbolbild)
Die Krankheitshersteller
Zirbeldrüsen-Kur
Algenglück für die Zirbeldrüse
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte ritz in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige