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Stoiber schlägt Stefan Raab als Mit-Moderator des Kanzlerduells vor

Archivmeldung vom 08.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Stefan Raab bei einer Pressekonferenz des Eurovision Song Contest 2010 am 28. Mai 2010 in Oslo
Stefan Raab bei einer Pressekonferenz des Eurovision Song Contest 2010 am 28. Mai 2010 in Oslo

Foto: Daniel Kruczynski / César
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber kann sich "gut vorstellen", dass der Entertainer Stefan Raab im September als Vertreter der Sendergruppe ProSiebenSat.1 das Kanzlerduell mitmoderiert. Sein Anliegen sei, "wieder mehr junge Menschen mit Politik in Verbindung zu bringen", so Stoiber, der auch Beiratsvorsitzender der Münchner ProSiebenSat.1 Media AG ist, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Da liegt es nicht fern, auch an Moderatoren zu denken, die die Jugend erreichen." Mit Vorbehalten bei der Bundeskanzlerin gegen seinen Personalvorschlag rechne er nicht: "Auch Angela Merkel hat doch ein Interesse, ein Publikum über das der klassischen Talkrunden von ARD und ZDF hinaus zu erreichen", so Stoiber. Im Übrigen habe Merkel "schon ganz andere Herausforderungen gemeistert".

Hintergrund für den Vorstoß des CSU-Politikers ist eine von dem Medienkonzern in Auftrag gegebene Forsa-Studie, die sich mit Nichtwählern befasst und eine wachsende Entfremdung zwischen Politik und Bürgern beschreibt. Zwei Drittel der Nichtwähler können sich nicht mehr mit einer Partei identifizieren.

Für 39 Prozent der Befragten ist es überdies egal, wie die kommende Bundestagswahl ausgeht. Und gut die Hälfte der Nichtwähler glaubt, dass es für den Einzelnen nicht sehr wichtig ist zu wissen, was in der Politik vorgeht. Die absolute Zahl der Nichtwähler hat sich, so Stoiber, in den vergangenen drei Bundestagswahlen fast verdoppelt. "Besonders die Jüngeren verabschieden sich zunehmend", sagt Stoiber, das sei fatal. "Damit können wir uns nicht abfinden, sonst bekommt unsere Demokratie ein ernstes Problem."

Er selbst habe die Einladung zu einer Raab-Sendung zur Bundestagswahl 2005 noch abgelehnt, räumt Stoiber ein. "Meine damaligen Sprecher haben mir abgeraten. Das war allerdings vor acht Jahren – die Welt ändert sich. Heute würde ich anders entscheiden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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