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FORSA: CDU/CSU und Linke legen zu SPD, Grüne und FDP verlieren leicht

Archivmeldung vom 25.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Da die Deutschen die mit dem Ausstieg aus der Kernenergie eingeleitete Energiewende an sich befürworten, dauert 50 Prozent der Bundesbürger der von der "Kohlekommission" vorgeschlagene Ausstieg im Jahr 2038 zu lange. So das aktuelle RTL/n-tv Trendbarometer. Nur wenige (14%) halten diesen Zeitpunkt für zu früh, 27 Prozent halten ihn für richtig.

Dass der Energiebedarf in Deutschland alleine durch die erneuerbaren Energien gedeckt werden kann, glauben 22 Prozent. 72 Prozent sind überzeugt, dass auch in Zukunft herkömmliche Energiearten zur Sicherstellung der Energieversorgung genutzt werden müssen.

Die für das Gelingen der Energiewende notwendigen konkreten Maßnahmen wie die Errichtung neuer Windkraftanlagen und der Bau von Stromleitungen, die den im Norden erzeugten "grünen" Strom in den Süden transportieren, werden nicht so akzeptiert wie die Energiewende generell. Nur 24 Prozent würden eine Windkraftanlage in ihrer Nachbarschaft ohne Einschränkungen akzeptieren. 43 Prozent würde das stören und 27 Prozent würden sogar aktiv dagegen protestieren. Ähnlich verhält es sich bei neuen Stromleitungen: Auch die würden in ihrer Nachbarschaft nur 30 Prozent akzeptieren, 43 Prozent würden sie stören und 19 Prozent würden dagegen protestieren.

78 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass im weiteren Verlauf der Energiewende mögliche Steigerungen der Energiekosten vielen Haushalten Schwierigkeiten bereiten könnten. Nur 19 Prozent glauben, die Haushalte könnten höhere Energiepreise ohne weiteres verkraften. Dass die Wirtschaft in Deutschland höhere Energiepreise verkraften könnte, meinen etwas mehr (37%). 57 Prozent gehen davon aus, dass Unternehmen Arbeitsplätze in Länder mit niedrigeren Energiekosten verlagern könnten.

Drängender und wichtiger als Umwelt- und Klimaschutz sind für 76 Prozent der Deutschen andere Probleme wie etwa die Altersversorgung, die Sicherung einer guten Zukunft für Kinder und Enkel, der Abbau sozialer Schieflagen, die Integration der Zuwanderer oder die Reparatur maroder Infrastruktur.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: "Die aktuellen Befunde bestätigen die seit vielen Jahren zu beobachtende Kluft zwischen dem hohen Stellenwert des Umwelt- und Klimaschutzes im Bewusstsein der Menschen und ihrem tatsächlichen Verhalten. So wünschen sich z.B. zwar Viele Fleisch aus artgerechter Tierhaltung - doch die dann erforderlichen höheren Preise bezahlt kaum jemand. Ebenso hält man den Ausbau erneuerbarer Energien im Prinzip für wichtig - doch die dazu notwendigen Maßnahmen stoßen auf erheblichen Widerstand".

SPD-Aufschwung dauerte nur kurz

Der Aufschwung der SPD dauerte nur eine Woche. Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer verlieren die Sozialdemokraten gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt und liegen jetzt bei 16 Prozent. In der Woche zuvor hatte die SPD nach ihrer Kurskorrektur in der Sozialpolitik zwei Prozentpunkte zulegen können. Ebenfalls einen Prozentpunkt verlieren die Grünen und die FDP. Die Union und die Linke gewinnen jeweils einen Prozentpunkt hinzu.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: "Wieder einmal bestätigt sich, dass die SPD alleine mit Sozialpolitik oder Umverteilungsthemen keine Wahlen gewinnen bzw. verloren gegangene Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte zurückgewinnen kann".

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, ergäbe sich folgende Stimmenverteilung: CDU/CSU 30 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 16 Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 20 Prozent (8,9%), Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 12 Prozent (12,6%). 6 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 26 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

Datenbasis

Die Daten zur Energiewende wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 19. - 22. Februar 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.008 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 18. - 22. 2. 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Quelle: Mediengruppe RTL Deutschland (ots)

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