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Kriminalbeamten-Gewerkschaft warnt vor Ausgangssperren

Archivmeldung vom 20.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Logo von Bund Deutscher Kriminalbeamter
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Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hat vor der Einführung von Ausgangssperren angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus gewarnt. Es gebe zwar offensichtlich "noch immer zu viele Menschen, die zu denken scheinen, sie schauten sich im Fernsehsessel gerade einen Katastrophenfilm an und müssten sich nicht an all die Ermahnungen, Appelle oder Anordnungen halten", sagte BDK-Chef Sebastian Fiedler dem "Handelsblatt".

Diese hätten den Ernst der Lage offenkundig nicht erkannt. "Dennoch hielte ich Ausgangssperren aus einer Reihe von Gründen für fatal", so der BDK-Chef weiter. Einer der Gründe sei "eine zu befürchtende Zunahme an häuslicher Gewalt. Eine andere ist die Kräftelage der Polizei", so der Polizeigewerkschafter.

Er plädierte stattdessen dafür, gezielt Menschenansammlungen an den Stellen aufzulösen, an denen sie festgestellt werden. Das geschehe zum Teil auch schon. "Zudem können genau die Plätze, die zum gruppenhaften Verweilen einladen gesperrt oder zu Verbotszonen erklärt werden", sagte Fiedler dem "Handelsblatt". Es komme jetzt auf den räumlichen Abstand der Menschen untereinander an. "Darauf hinzuwirken ist übriges unser aller Aufgabe, nicht nur die der Polizei", so der BDK-Chef.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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