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Merkel: "Antisemitismus darf keine Chance haben!"

Archivmeldung vom 06.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Angela Merkel (2013)
Angela Merkel (2013)

Foto: Alexander.kurz
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Antisemitismus darf in Deutschland keine Chance haben. Dafür werde sie persönlich wie auch die ganze Bundesregierung und jeder verantwortliche Politiker alles tun, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrem neuen Video-Podcast. Aus der Gesamtverantwortung Deutschlands für seine Geschichte ergibt sich für die Bundeskanzlerin die Mahnung, sich "überall auf der Welt für Toleranz, für friedliches Miteinander-Leben, für Demokratie einzusetzen".

Ebenso gelte es, allen Tendenzen von Antisemitismus, von Hass gegen Ausländer und Minderheiten entschieden entgegenzutreten. Es stimme sie sehr besorgt, dass es in Deutschland keine einzige jüdische Einrichtung gebe, die nicht durch Polizei bewacht werden müsse, so Merkel. Ängste jüdischer Menschen dürfe man nicht "wegdrängen", sondern müsse jedem Hinweis auf Antisemitismus entschieden nachgehen. Am 14. September spricht die Bundeskanzlerin am Brandenburger Tor in Berlin auf einer Kundgebung des Zentralrats der Juden. Das Motto lautet: "Steh auf! Nie wieder Judenhass!" Sie hoffe, dass möglichst viele Menschen kämen, sagte die Kanzlerin. Gedenkstätten würden immer wichtiger, um die Erinnerung an die nationalsozialistische Diktatur und den Zweiten Weltkrieg lebendig zu halten, so die Bundeskanzlerin. Es sei allerdings wichtig, darauf zu achten, "dass nicht nur einige, die sich interessieren, informiert sind". Das Thema müsse Teil des Geschichtsunterrichts sein, Schulen sollten Gedenkstätten besuchen. Die Bundeskanzlerin plädierte für eine "umfassende Geschichtsbildung" nicht nur für junge Menschen. Es gebe noch Nachwirkungen "einer sehr selektiven Geschichtsbildung in der ehemaligen DDR". Sie habe in ihrer Schulzeit sehr viele Konzentrationslager besucht, "aber dort wurde von ermordeten Kommunisten gesprochen, aber nicht von den Millionen ermordeten Juden", sagte Merkel. "Das muss nachgeholt werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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