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Sozialverbände fordern Nachbesserungen bei Rentenreform

Archivmeldung vom 31.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: derateru / pixelio.de
Bild: derateru / pixelio.de

Die Sozialverbände haben die Große Koalition zu Korrekturen des geplanten Rentenpakets aufgefordert. Dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sagte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, es sei eine "Ungerechtigkeit", dass Frauen, die ihre kleinen Renten mit der sogenannten Grundsicherung im Alter aufstocken müssten, von der höheren Mütterrente nicht profitierten. "Ich plädiere dafür, gesetzliche Renten oder private Vorsorgeleistungen nicht vollständig auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen", sagte Mascher. Besser sei "ein Freibetrag von 100 Euro".

Nach Schätzungen der Linkspartei müssten 260.000 Seniorinnen die Grundsicherung mit der geplanten höheren Mütterrente verrechnen. Von der Leistungsverbesserung würden sie demnach nicht profitieren. Auch Rentenexperten halten diese Zahlen für realistisch. Der Paritätische Gesamtverband schlägt dagegen vor, "auf die abschlagsfreie Rente mit 63 zu verzichten und stattdessen in höhere Erwerbsminderungsrenten zu investieren", wie Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider dem Nachrichten-Magazin sagte. Das Rentenpaket sei "unsinnig", weil es keines der drängenden Probleme löse. "Vor allem wird es nicht helfen, Altersarmut zu lindern."

Kauder pocht auf Nachbesserungen bei Rente mit 63

In der Diskussion um die Rente mit 63 pocht der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), auf Nachbesserungen. "Ich bestehe darauf, dass wir eine Regelung finden, bei der eine Frühverrentungswelle ausgeschlossen ist", sagte Kauder im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Deshalb will die Union, dass nach dem Stichtag 1. Juli 2014 Zeiten von Arbeitslosigkeit nicht mehr berücksichtigt werden."

Bislang lehnt Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) dies ab. Kauder räumte ein: "Ich gebe zu, da sind wir in der Koalition noch nicht ganz einig." Bei der "abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren" aber müsse man aufpassen. Er lasse mit sich über die Frage reden, wie das Instrument zur Verhinderung von Frühverrentungen ausgestaltet werde, so Kauder.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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