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Connemann: Landwirtsfamilien verdienen Solidarität statt Zynismus

Archivmeldung vom 01.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Gitta Connemann Bild: Christliches Medienmagazin pro, on Flickr CC BY-SA 2.0
Gitta Connemann Bild: Christliches Medienmagazin pro, on Flickr CC BY-SA 2.0

Spitzenpolitiker von Bündnis 90 / Die Grünen bezeichnen Dürrehilfen als "pauschales Handaufhalten" und nutzen die Situation für Pauschalkritik gegen die konventionelle Landwirtschaft. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann: "Die anhaltende Dürreperiode bedroht viele Landwirtsfamilien in ihrer Existenz. Tierhalter wissen nicht, wie sie ihre Tiere noch ernähren sollen - egal ob ökologisch oder konventionell. Es fehlt Futter und Geld. Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen."

Connemann weiter: "Vor diesem Hintergrund wirft Anton Hofreiter MdB der Landwirtschaft 'pauschales Handaufhalten' vor. Das ist an Verachtung nicht zu überbieten. Damit stellt er sich selbst ins Aus. Wer Hilfen für die Höfe in diesen Zeiten ablehnt, dem fehlt Verantwortungsgefühl oder Kompetenz. Beides ist inakzeptabel. Leider ist diese Äußerung kein Einzelfall. Für manche Vertreter der Grünen scheint es Bauern erster und zweiter Klasse zu geben. Bauernfamilien, die aufgeben müssen, scheinen ihnen egal zu sein, wenn es keine Biobetriebe sind. Das ist zynisch. Es ist absurd, ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe gegeneinander auszuspielen. Wenn laut den Vereinten Nationen 2050 fast zehn Milliarden Menschen ernährt werden müssen, geht das nur mit beiden Bewirtschaftungsformen.

Die Familien auf den Höfen verdienen unsere Solidarität und Hilfe. Sie arbeiten hart für unser tägliches Brot. Und sie sind wie keine zweite Branche dem Wetter ausgesetzt. Der Klimawandel hinterlässt auf den Höfen und Feldern seinen sichtbarsten Fußabdruck. Und Landwirt ist kein Beruf wie jeder andere. Tiere können nicht auf Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden. Wenn die Politik nicht hilft, wird vor allem der ländliche Raum unter den Folgen leiden. Die Branche weiß das. Nur die Bundesspitze der Grünen muss das noch realisieren. Sie muss erkennen, dass unsere Landwirte nicht den Klimawandel auslösen, sondern darunter leiden. Wenn eine Branche nachhaltig arbeitet, dann unsere Bauernfamilien. Schon aus eigenem Interesse. Denn sie leben von Boden und Klima. Seit 1990 hat die Landwirtschaft ihre Treibhausgasemissionen um zwanzig Prozent reduziert. Heute machen die CO2-Emissionen aus der Landwirtschaft lediglich acht Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland aus.

Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sind bereits heute integrale Bestandteile der Agrarpolitik. Die EU-Direktzahlungen, die Landwirte für die Bewirtschaftung ihrer Flächen erhalten, sind an das 'Greening' gebunden, also an umfassende Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Boden, Wald und Holz nehmen Kohlenstoffdioxid auf und entlasten die Atmosphäre. Die moderne Landwirtschaft ist also Teil der Lösung."

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)

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