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Kriminalbeamte: Staat lässt Bürger bei Einbrüchen im Stich

Archivmeldung vom 29.07.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.07.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Sebastian Fiedler, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), hält den "Einbruchsradar" des Landes NRW für sinnlos. "Ich habe bis heute nicht verstanden, was ein `Einbruchsradar` bringen soll. Einbrecher fangen wir damit nicht. Sollen sich die Täter im Internet anschauen können, wo sie schon waren und wo noch nicht?", sagte Fiedler der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).

Den Ruf von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach eilig ausgebildeten "Hilfspolizisten" hält Fiedler gar für eine "Lachnummer". Der Staat lasse die Bürger bei Einbrüchen leider im Stich. Dabei sei dies kein Phänomen, mit dem man sich einfach so abfinden müsse. Mit mehr speziell ausgebildeten Polizisten könne es gelingen, Einbrecher zu bekämpfen, meinte der Gewerkschafter. "Die Zahl der Ermittlungskommissionen und der für Einbruchkriminalität qualifizierten Beamten muss in NRW deutlich steigen. Es stimmt ja nicht, wenn gesagt wird, viele Einbrüche gebe es überall. Bayern und Baden-Württemberg haben zum Beispiel rückläufige Zahlen. Die Polizeidichte ist dort größer, dort arbeiten spezielle Ermittlungskommissionen, und deshalb werden dort mehr Täter gefasst", sagte Fiedler. "Abschreckung ist möglich", versichert der Kripo-Experte.

"Für die Einbrecher ist Deutschland ein `Wirtschaftsraum`, in dem sie zur Arbeit gehen. Wir wissen durch Telefonüberwachung, dass diese Täter Chancen und Risiken sehr genau abwägen. Dort, wo die Entdeckungs-Wahrscheinlichkeit hoch ist und harte Sanktionen drohen, ziehen sie sich zurück." Im Moment sei dieser "Wirtschaftsraum" für die Gauner sehr lukrativ, weil sie wenig zu befürchten hätten. Fiedler: "Wir entdecken ja nur 13 Prozent der Täter, und verurteilt werden ein bis zwei Prozent der Einbrecher."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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