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Platzeck spürt "eigentümliche Stimmung" vor Wahl in Brandenburg

Archivmeldung vom 20.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Matthias Platzeck (2017)
Matthias Platzeck (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der frühere Ministerpräsident des Landes Brandenburg und ehemalige SPD-Parteichef Matthias Platzeck blickt mit Sorge auf die Landtagswahl am 1. September. Er sagte der "Süddeutschen Zeitung", er mache bei vielen Gesprächen in seiner Heimat eine "eigentümliche Stimmung" aus.

Er habe den Eindruck, dass bei den Menschen die Kränkungen, die sich vor allem bei den Umbrüchen in den 1990er Jahren angesammelt hätten, jetzt zeitverzögert an die Oberfläche drängten. Dass sich Bürger trotz sehr guter Wirtschaftsdaten von den regierenden Parteien abwendeten, liege auch daran, dass sie von der Demokratie enttäuscht seien, sagte Platzeck.

Die "Erotik der Demokratie" komme im Osten nicht an. Bürger, die als ehrenamtliche Gemeinderatsmitglieder viel Freizeit drangegeben hätten, um für die Gemeinde Vorhaben zu beschließen, und die später erleben mussten, dass einer dagegen klagte und dann alles umsonst gewesen sei, wendeten sich ab, so Platzeck.  Dass "teilweise ausuferndes Individualrecht über demokratische Prozesse gestellt wird, ist für viele Bürger enttäuschend." Jetzt stehe man vor der Frage: "Wie sollen wir das reparieren?".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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