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Wahlforscher sehen bei AfD Chance für Einzug in Bundestag

Archivmeldung vom 07.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelpart / pixelio.de
Bild: pixelpart / pixelio.de

Deutschlands wichtigste Wahlforscher glauben, dass die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) im Endspurt vor der Bundestagswahl noch zulegen kann: "Es ist nicht auszuschließen, dass die AfD die Fünf-Prozent-Hürde überspringt", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem Nachrichtenmagazin "Focus". Es gebe eine "gewisse Dunkelziffer", fügte er mit Blick auf AfD-Sympathisanten hinzu, die in Umfragen nicht zugeben wollten, eine eurokritische Partei zu wählen.

Güllner erinnerte an die baden-württembergische Landtagswahl 1996, als die rechtspopulistischen Republikaner in Umfragen auf vier bis fünf Prozent der Stimmen kamen, am Wahlabend aber knapp zehn Prozent erreichten. "Ein Teil der Anhänger wollte sich nicht befragen lassen, weil sie den Meinungsforschern grundsätzlich misstraut haben", so Güllner. Bei vielen potentiellen AfD-Wählern sei das heute ähnlich.

Auch Hans-Peter Schöppner von tns Emnid hält es für denkbar, dass die AfD zum Schluss zulegt und den Sprung in den Bundestag schafft. Manche Wähler hätten den Impuls, schlicht die Partei zu wählen, "mit der man die Etablierten am meisten ärgern kann", sagte Schöppner "Focus". "Das war mal die DVU, mal die NPD." Im vorigen Jahr hätten die Piraten für einen Teil der Wähler diese Funktion übernommen. "Diesmal könnte das die AfD sein", so Schöppner.

Hermann Binkert vom Umfrage-Institut INSA geht davon aus, dass die AfD zahlreiche Nichtwähler mobilisieren kann. "Die AfD hat bei Nichtwählern viel Potential, denn zwei Drittel dieser Gruppe wünschen sich eine eurokritische Partei im Bundestag ", sagte er "Focus". Die Euro-Gegner seien auch für frühere Wähler von SPD, Grünen, Linken und Piraten eine Alternative. "Je stärker Professor Lucke als das Gesicht der AfD wahrgenommen wird, desto größer werden die Chancen auf einen Einzug in den Bundestag", so Binkert.

Merkel lehnt Koalition mit AfD ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Koalition mit der eurokritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) nach der Bundestagswahl abgelehnt. "Die Frage stellt sich nicht", sagte Merkel der "Bild am Sonntag". "Umfragen zeigen, dass weniger Bürger denn je sich die D-Mark zurückwünschen. Die meisten Bürger wissen: Der Euro ist gut für Deutschland und sichert Arbeitsplätze." Die Kanzlerin werbe im Wahlkampf für die CDU "und dafür, dass wir wieder eine christlich-liberale Mehrheit erreichen können".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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