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Bundesregierung will Lärmschutz an Sportanlagen lockern

Archivmeldung vom 23.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de
Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

Die Bundesregierung will die strengen Lärmschutzauflagen für den Betrieb von Sportstätten in Wohngebieten lockern. Nach Informationen der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) prüft die schwarz-rote Koalition, ob sie das Verbot für Sportvereine aufhebt, sonn- und feiertags zwischen 13 und 15 Uhr auf Fußballplätzen zu trainieren oder zu spielen.

Außerdem soll nach den ersten Überlegungen für eine Reform der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung (SALVO) der Spielbetrieb von Kinder- und Jugendmannschaften künftig nicht mehr als Lärm bewertet werden. Er würde damit Geräuschen gleichgestellt, die Kinder in Wohngebieten machen dürfen und die seit 2011 von Anwohnern nicht mehr beklagt werden können.

"Viele Sportvereine haben Probleme mit den Auswirkungen von Lärmschutz-Regularien", sagte die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag (SPD), der Zeitung. Jetzt könne sich "etwas bewegen". Freitag sagte: "Es macht logisch keinen Sinn, wenn 13-Jährige noch Lärm machen dürfen, 14-Jährige aber bei der sportlichen Betätigung nicht mehr". Insgesamt ginge es ihr um einen "verträglichen Ausgleich" zwischen Wünschen der Anlieger nach Ruhe und den Belangen der Vereine. Es werde "keine Lösung geben, die beiden Seiten zu 100 Prozent gerecht wird", warnte sie.

Bei einer Anhörung im Sportausschuss hat der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold, nach Angaben aus Teilnehmerkreisen erstmals Korrekturen der Rechtslage angekündigt. Willi Hink, der im Deutschen Fußball-Bund (DFB) zuständige Direktor für den Amateursport, begrüßte die veränderte Haltung. "Der organisierte Sport hatte bisher nicht den Eindruck, dass beim Gesetzgeber überhaupt Änderungsbereitschaft besteht". Jetzt aber gebe es den Eindruck, "dass sich etwas tut".

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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