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Lindner verteidigt geplantes Entlastungspaket

Archivmeldung vom 10.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Christian Lindner (2019)
Christian Lindner (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat seine umstrittenen Entlastungspläne verteidigt. Ohne das Paket gebe es aufgrund der kalten Progression eine "massive Steuererhöhung", sagte er am Mittwoch. In Zeiten stark steigender Preise eine Steuererhöhung vorzunehmen, sei "nicht fair". Von seinen Plänen profitierten 48 Millionen Menschen "in der breiten Mitte der Gesellschaft", so Lindner.

Das sogenannte "Inflationsausgleichsgesetz" sieht Entlastungen in Höhe von 10,1 Milliarden Euro für die Steuerzahler vor. Geplant ist ein Abbau der sogenannten kalten Progression. Darunter versteht man ein rein inflationsbedingtes Ansteigen der individuellen Steuersätze. Unter anderem ist eine Erhöhung des Grundfreibetrags vorgesehen - von derzeit 10.347 Euro auf 10.632 Euro im nächsten Jahr und auf 10.932 Euro im übernächsten.

Zudem ist eine Erhöhung des Kindergelds in zwei Stufen geplant. Der Spitzensteuersatz soll künftig erst später greifen, lediglich der Reichensteuersatz soll nicht angepasst werden. Kritiker werfen Lindner vor, Topverdiener stärker zu entlasten als Geringverdiener. Prozentual würden Menschen mit niedrigen Einkommen stärker profitieren, in absoluten Zahlen aber nicht. Innerhalb der Ampel-Koalition dürften die Pläne Lindners dem Vernehmen nach noch heftig debattiert werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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