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Fischbach: Viele Pflegebedürftige können mit Entlastungen rechnen

Archivmeldung vom 15.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Viele Pflegebedürftige in einem Pflegeheim können ab dem kommenden Jahr mit deutlichen Entlastungen rechnen. Dies kündigte Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" an. Fischbach sagte, der pflegebedingte Eigenanteil werde künftig festgeschrieben. "Das bedeutet, dass ab dem nächsten Jahr für alle Bewohner eines Pflegeheims dieser Eigenanteil gleich hoch ist", erklärte die CDU-Gesundheitsexpertin. "Dies wird viele entlasten", fügte sie hinzu.

Zurzeit steige der Anteil, den Heimbewohner für Pflege aus der eigenen Tasche zahlen müssen, mit ihrer Pflegestufe, erläuterte Fischbach. "Das heißt: Je pflegebedürftiger jemand ist, desto mehr zahlt er." Dies habe dazu geführt, dass viele Heimbewohner eine höhere Pflegestufe vermeiden wollten - aus Angst davor, mehr zahlen zu müssen. "Diese Sorge wollen wir ihnen nehmen."

Den Wunsch vieler Menschen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, könne sie "sehr gut nachvollziehen", sagte Fischbach. Zugleich gebe es aber "auch gute Gründe, in ein Pflegeheim umzuziehen", beispielsweise der Wunsch, nicht allein zu sein und zuverlässig rund um die Uhr versorgt zu werden. "Unsere Pflegekräfte leisten eine hervorragende Arbeit. Dafür verdienen sie Anerkennung und Dank, vor allem aber gute Arbeitsbedingungen", sagte Fischbach. Seitens der Regierung seien bereits Voraussetzungen geschaffen worden, um die Personalausstattung in den Einrichtungen anzupassen, Bürokratie abzubauen und die Bezahlung nach Tarif zu stärken, erklärte die Staatssekretärin. Jetzt sei es an den Einrichtungen, "diese Verbesserungen zügig umzusetzen", forderte sie.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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