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Karliczek offen für Samstagsunterricht an Schulen

Archivmeldung vom 24.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Schule in der BRD: 13 Jahre quälen und nichts können. Tekos / Schettinin Schulen: In 2 Jahren Schulzeit zum Abitur mit Spaß dabei.
Schule in der BRD: 13 Jahre quälen und nichts können. Tekos / Schettinin Schulen: In 2 Jahren Schulzeit zum Abitur mit Spaß dabei.

Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, Schüler samstags zu unterrichten, um den bisherigen Stundenausfall durch die Coronakrise zu kompensieren. Man dürfe "keine Option ausschließen", sagte Karliczek dem "Spiegel".

Das Schuljahr solle für die Kinder "kein verlorenes Schuljahr werden". Dies werde "nicht einfach sein. Und wenn es besser ist, dass Kinder abwechselnd zur Schule gehen, also nur jeden zweiten Tag, wird man womöglich den Samstag brauchen, um alle dreimal pro Woche zu unterrichten", so die CDU-Politikerin weiter. Zurückhaltend äußerte sie sich gegenüber Vorschlägen, die Sommerferien zu verkürzen: "Es gibt noch ein paar andere Möglichkeiten, um den Unterrichtsausfall zu kompensieren, die sollten wir zunächst nutzen. Es könnte zum Beispiel erst einmal an freiwillige Sommerkurse in den Ferien gedacht werden", sagte Karliczek.

Verständnis zeigte sie für die Entscheidung einiger Bundesländer, das sogenannte Sitzenbleiben in diesem Jahr auszusetzen. Dahinter stecke auch die Sorge, "dass lernschwächere Kinder zusätzlich benachteiligt werden durch die Krise", so die Bildungsministerin weiter. "Das treibt uns alle um. Es gibt Kinder, die haben zu Hause kein eigenes Zimmer, in dem sie lernen können. Schon das macht für sie alles noch schwieriger. Daher muss überlegt werden, wie diese Kinder in den Schulen selbst gezielt gefördert werden können. Natürlich ist auch wichtig, dass alle Kinder überhaupt einen PC oder ein Endgerät zu Hause haben", sagte Karliczek dem "Spiegel".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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