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Tiefensee will weniger bekannte SPD-Vorsitzbewerber unterstützen

Archivmeldung vom 19.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Alternatives SPD Logo (Symbolbild)
Alternatives SPD Logo (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Der Thüringer SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee will weniger bekannten Bewerbern um den SPD-Parteivorsitz dabei helfen, die nötigen Unterstützerstimmen für eine formale Kandidatur zu organisieren.

"Ich werbe dafür, dass alle, die sich jetzt um die Führung der SPD bewerben, auch die nötige Unterstützung der Parteigliederungen für eine Kandidatur bekommen. Und ich bin bereit, dabei zu helfen", sagte Tiefensee dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Der thüringische Landesvorstand hat die Möglichkeit, einen Kandidaten oder ein Team zu unterstützen. Außerdem gibt es in Thüringen 23 Kreisverbände", so Tiefensee.

"Wir Thüringer stehen bereit, die nötige Unterstützung zu organisieren, die zwei oder zwei weitere Teams für die formelle Kandidatur brauchen." Wer für den SPD-Bundesvorsitz kandidieren will, benötigt die Unterstützung eines Landes- oder Bezirksverbandes der Partei - alternativ die von fünf Kreisverbänden. Gerade für weniger prominente Bewerber ist diese Hürde hoch. Bislang hat einzig das Bewerberteam Christina Kampmann und Michael Roth den formellen Kandidatenstatus erhalten. Tiefensee selbst hat bereits eine Präferenz, wer die SPD künftig führen soll. "Ich persönlich habe eine große Sympathie für die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping und den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius. Ich glaube, dass dieses Paar der SPD sehr gut tun würde", sagte der thüringische SPD-Chef dem RND.

"Auch für Ostdeutschland wäre das Duo Köpping/Pistorius eine tolle Parteispitze", fügte er hinzu. Tiefensee verteidigte das Auswahlverfahren der Partei gegen Kritik. "Es ist gut, dass die SPD den Kandidatenprozess so aufgesetzt hat", sagte er. Die Kandidaten könnten sich bei den Regionalkonferenzen gegenseitig befruchten, die Mitglieder bekämen die Möglichkeit einer echten Auswahl. "Ich freue mich darauf", so Tiefensee. Zuvor hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil Kritik an der Dauer des Verfahrens geübt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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