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Paul: Forderung von Sprachtests vor der Grundschule ist CDU-Schaufensterpolitik

Archivmeldung vom 06.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Joachim Paul (2019)
Joachim Paul (2019)

Bild: AfD Deutschland

Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, sieht in den vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann, geforderten Sprachtests vor dem Besuch der Grundschule reine Augenwischerei: „Linnemanns Vorschlag ist Schaufensterpolitik, solange die CDU, wenn sie in politischer Verantwortung ist, diesen nicht umsetzt oder kein Durchhaltevermögen in der öffentlichen Diskussion an den Tag legt.“

Paul weiter: "Im Gegensatz zur Rhetorik aus Reihen der Union hatte die rheinland-pfälzische AfD-Fraktion bereits im Februar 2018 einen Antrag auf Sicherstellung ausreichender Sprachkompetenz von Grundschülern in das Plenum eingebracht, was jedoch von den anderen Parteien unisono abgelehnt worden war.

Für Paul liegt es auf der Hand, dass die von oben verordnete Vielfalt die Lehrer heutzutage vor größte Herausforderungen stellt: „Heute sind sie immer stärker pädagogisch gefordert – man denke nur an die Vielzahl von Schülern, die verhaltensauffällig sind oder soziale Unterstützung durch die Lehrkraft benötigen. Denn was früher in der Regel im Elternhaus beigebracht worden ist, nämlich Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und eine grundsätzliche Arbeitshaltung, kann heutzutage nicht mehr einfach so vorausgesetzt werden“, so Paul.

„Es ist nahezu unmöglich, Kindern mit ausreichenden Deutschkenntnissen gerecht zu werden und zugleich für den Spracherwerb von Kindern zu sorgen, die so gut wie kein Deutsch können.  Die einen müssen und wollen Lehrstoff erschließen, die andern brauchen einen auf sie abgestimmten Sprachunterricht. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Kinder, die nicht über deutsche Sprachkenntnisse verfügen, zuerst einen konzentrierten Sprachunterricht durchlaufen, bevor sie am Regelunterricht teilnehmen, wie es die AfD-Fraktion in ihrem Antrag `Deutsch vor Regelunterrricht‘ –  abgelehnt von der CDU –  bereits gefordert hat.“

Die Einschätzung der AfD Rheinland-Pfalz wird auch vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, geteilt, der gegenüber dpa dafür plädiert, dass die eigentliche sprachliche Förderung vor der Grundschule erfolgen müsse.

Quelle: AfD Deutschland

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