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Linken-Landeschefin kritisiert "Eierei" bei der Landes-SPD

Archivmeldung vom 10.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Birke Bull als Versammlungsleiterin auf dem Parteitag im Mai 2014 in Berlin
Birke Bull als Versammlungsleiterin auf dem Parteitag im Mai 2014 in Berlin

Foto: DIE LINKE Bundesparteitag
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Sachsen-Anhalts Linken-Chefin Birke Bull-Bischoff wirft der Landes-SPD vor, für den Machterhalt eigene Prinzipien zurückzustellen. Zwar liebe die SPD den brachialen Sparkurs der vergangenen Jahre nicht mehr so wie einst, sagte Bull-Bischoff der Mitteldeutschen Zeitung. Allerdings fehlten Konsequenzen. "Wenn die SPD auch gestalten will, und zwar sozialdemokratische Politik, muss sie eine Richtungsentscheidung fällen.

Sie muss sagen: Rot-Rot-Grün ist eine Option. Was ich im Moment höre, ist Eierei." Gleichzeitig räumte die Linken-Vorsitzende ein, dass es ihr nicht gelungen sei, einen Gesprächsfaden zu SPD-Landeschef Burkhard Lischka zu knüpfen. "Das war schon immer sehr viel einfacher mit den Grünen."

Bischoff-Bull scheidet nach fünf Jahren aus dem Amt. Am 20. Mai wählt die Partei einen Nachfolger, es bewirbt sich der bisherige Stellvertreter Andreas Höppner aus Gardelegen (Altmarkkreis Salzwedel). Bischoff-Bull begründet ihren Rückzug mit fehlendem Rückhalt. Im Februar hatte sie bei der Nominierung als Bundestagskandidatin lediglich 58 Prozent der Stimmen erhalten. "Bei 58 Prozent muss man dann überlegen, ob das politische Gewicht ausreicht, um eine Partei in den Bundestagswahlkampf und darüber hinaus zu führen.

Das hat mich stark zum Nachdenken gebracht." Als Parteivorsitzende habe sie sich selbst verändert, sie habe integrieren und die Perspektive anderer einnehmen müssen. "Da besteht immer die Gefahr, dass ein Stück von einem selbst verloren geht." Der angestrebte Wechsel in den Bundestag mache sie auch "ein bisschen traurig", sagte sie. "Außer bei der AfD gibt es in allen Fraktionen Menschen, zu denen ich eine gewachsene und durchaus freundliche Beziehung habe."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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