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Schwesig will besseren Kinderschutz in Flüchtlingsheimen

Archivmeldung vom 05.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Manuela Schwesig, 2013
Manuela Schwesig, 2013

Foto: Foto: Thomas Fries, Lizenz: cc-by-sa-3.0 de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Familienministerin Manuela Schwesig hat weitere Nachbesserungen beim Asylpaket der großen Koalition gefordert: Es müsse sichergestellt werden, dass Kinder in den Flüchtlingsunterkünften geschützt seien, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Leider gab es vereinzelte Übergriffe – auch sexuelle Übergriffe – auf Kinder. Wir haben die Pflicht und die Verantwortung, Kinder zu schützen – egal, aus welchem Land sie kommen."

Zu einem wirksamen Kinderschutz gehöre auch, dass "Menschen, die mit Kindern arbeiten, ein Führungszeugnis vorlegen müssen". Schwesig lehnte zugleich eine Einschränkung des Familiennachzugs ab. "Wenn wir jetzt den Nachzug einschränken, ist das eine Botschaft an die Flüchtlinge, Frauen und Kinder gleich mitzunehmen auf die gefährliche Flucht", betonte die Ministerin. Wenn die Union jetzt sage, dass die Frauen und Kinder "im Krieg bleiben müssen", sei das "inhuman – und auch unklug mit Blick auf die Integration".

Denn Kinder und Familien seien "der Schlüssel zur Integration". Es werde keinen millionenfachen Familiennachzug geben, fügte Schwesig hinzu. "Dieses Schreckensszenario ist einfach falsch." Im vergangenen Jahr seien nur 18.000 Menschen über den Familiennachzug nach Deutschland gekommen, und aus dem laufenden Jahr lägen rund 50.000 Anträge vor.

Schwesig unterstrich, dass die Entscheidung der Innenminister, für Syrer wieder Einzelfallprüfungen einzuführen, "keine Entscheidung zum Familiennachzug" sei. Schwesig sprach sich dafür aus, die Geschwindigkeit der Zuwanderung zu verringern und bekräftigte die Forderung der SPD nach Kontingenten für Kriegsflüchtlinge. Dabei sollten "Kinder und ihre Familien die Priorität haben".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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