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Wahltrend: Linke verliert, Merkel gewinnt

Archivmeldung vom 22.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Wenn es jetzt, wie in Großbritannien, auch in Deutschland einen Volksentscheid über den Austritt aus der Europäischen Union gäbe, würde nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern eine überwältigende Mehrheit dagegen votieren. 79 Prozent der Bundesbürger wären für einen Verbleib in der EU, nur 17 Prozent würden für einen Austritt stimmen - darunter allerdings 63 Prozent der AfD-Anhänger. Falls sich die Briten am Donnerstag für den Brexit aussprechen sollten, würden das fast zwei Drittel (62 Prozent) der Deutschen bedauern - von den AfD-Anhängern nur 17 Prozent.

Trotz aller Krisen und Probleme in Europa meint zudem eine klare Majorität von 63 Prozent der Befragten, dass die EU noch eine Zukunft hat. Nur 31 Prozent glauben, dass die EU auseinanderbrechen wird - darunter mit 66 Prozent zwei Drittel der AfD-Sympathisanten. "Diese Ergebnisse bestätigen erneut die seit Jahren und Jahrzehnten vorhandene Europa-Freundlichkeit der Deutschen", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, "und sie zeigen zudem einmal mehr, wie weit die AfD von der großen Mehrheit des Volkes, das sie vorgibt zu vertreten, entfernt ist."

Nach dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft - für mehr als die Hälfte der Deutschen das wichtigste Thema derzeit - ändern sich die Werte der einzelnen Parteien im aktuellen stern-RTL-Wahltrend kaum. CDU/CSU liegen weiterhin bei 33 Prozent, 8,5 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2013. Die SPD verharrt nach wie vor bei 21 Prozent, die Grünen behaupten ihre 13 Prozent. Die AfD bleibt bei 11, die FDP bei 6 Prozent. Lediglich die Linke verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt auf nun 9 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 7 Prozent, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 29 Prozent und entspricht damit ihrem Anteil bei der Bundestagswahl 2013.

Bei der Kanzlerpräferenz gewinnt Angela Merkel einen Prozentpunkt hinzu und liegt jetzt mit 46 Prozent insgesamt 31 Prozentpunkte vor Sigmar Gabriel, für den sich unverändert 15 Prozent aller Wahlberechtigen entscheiden würden.

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 13. bis 17. Juni 2016 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis Europa-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 16. und 17. Juni 2016 im Auftrag des Magazins stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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