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Finanzministerium prüft Absetzbarkeit von Blutspenden

Archivmeldung vom 06.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Angesichts einer sinkenden Bereitschaft zur Blutspende in Deutschland prüft das Bundesfinanzministerium die steuerliche Absetzbarkeit. Wie die "Rheinische Post" berichtet, sollen dadurch mehr Menschen motiviert werden.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte der Zeitung, derzeit werde beraten, ob und wie sich Blutspenden "in das praktizierte steuerliche Verfahren der Spendenquittungen integrieren lassen". Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßte die Überlegungen. "Die momentane Situation beim Aufkommen sieht angespannt aus - bereits seit einigen Wochen laufen die Termine der DRK-Blutspendedienste unter Plan", sagte der DRK-Sprecher Stephan Küpper.

Mit Blick auf die anstehenden Osterferien sei dies keine gute Ausgangslage. Durch Corona seien zudem Termine in Universitäten, Berufsschulen und Firmen ausgefallen. Überlegt werde müsse überdies, Blutspenden in die Bonusprogramme der Krankenkassen einzubinden. "Denkbar wäre es zudem, Anreize über Zeitgutschriften zu setzen. Wer vier Mal jährlich Blut spenden geht, erhält einen Urlaubstag extra", so der DRK-Sprecher. Laut Paul-Ehrlich-Institut ist der Trend bei den Blutspenden stark rückläufig: So gab es im Jahr 2020 rund 6,4 Millionen Spenden, 1,3 Millionen weniger als noch 2011. Täglich werden in Deutschland bis zu 15.000 Blutspenden benötigt, um bei Unfällen, in der Krebstherapie oder bei planbaren Operationen akut zu helfen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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