Linke kritisiert Reul-Vorstoß zur Kriminalstatistik

Bild: Screenshot Internetseite: "https://clarabuenger.de/%C3%BCber-mich/" / Eigenes Werk
Die Linke hat den Vorstoß von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), erstmals auch zweite Pässe von Tatverdächtigen zu erfassen, scharf kritisiert. Clara Bünger, innenpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, sagte der "Rheinischen Post", Reuls Vorstoß schüre "mehr Ressentiments statt mehr Sicherheit zu schaffen".
Weiter sagte Bünger: "Was nach nüchterner Datenerhebung klingt, ist
nichts anderes als eine gefährliche Spaltung: Menschen werden in
'richtige' und 'andere' Deutsche einsortiert. Damit wird suggeriert,
dass Staatsangehörigkeit etwas mit Straftaten zu tun hätte - was
schlicht falsch ist. Kriminalität hängt mit kriminogenen Faktoren
zusammen, nicht mit Pässen." Die Linken-Politikerin sagte: "Wer die
Sicherheit stärken will, muss Ursachen wie Armut, soziale Ausgrenzung
und Gewalt ernsthaft in den Blick nehmen."
In der
nordrhein-westfälischen Kriminalitätsstatistik sollen künftig
Mehrfachstaatsangehörigkeiten von Verdächtigen und Opfern ausgewiesen
werden. Das Bundesland geht damit einen Sonderweg.
Quelle: dts Nachrichtenagentur