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Berliner Bezirk Neukölln fühlt sich im Kampf gegen Drogen allein gelassen

Archivmeldung vom 19.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Seit 1992 trägt der U-Bahnhof wieder den Zusatz „Südring“
Seit 1992 trägt der U-Bahnhof wieder den Zusatz „Südring“

Foto: Jcornelius
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Im Kampf gegen den illegalen Drogenkonsum fordert der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Falko Liecke (CDU), mehr Unterstützung vom Senat. Im Inforadio vom rbb sagte Liecke am Dienstag, der Bezirk schicke zwar Straßensozialarbeiter zu den Drogenabhängigen. Das seien aber reine Notwehrmaßnahmen, um das Problem anzugehen.

Man wolle nicht mehr, dass die Abhängigen auf den U-Bahnhöfen konsumierten: "Ich hab die Beschwerden der Anwohner auf dem Tisch; ich sehe, dass die Kinder morgens zur Schule gehen und dort Konsumierende antreffen. Das ist ein Bild der Verwahrlosung, das nicht mehr hinzunehmen ist."

Obwohl die Senatsgesundheitsverwaltung zuständig sei, finanziere der Bezirk momentan alle Maßnahmen selbst, erklärte Liecke. Das reiche bei weitem nicht aus. Liecke forderte vom Senat eine Initiative und kann sich "mobile Angebote des Drogenkonsums und Beratung vorstellen, um dort in einem geschützten Rahmen zu konsumieren und die Menschen aus den U-Bahnhöfen rauszubekommen". Liecke schätzt, "dass davon in Neukölln zwei bis drei solcher Angebote gebraucht werden".

Nötig sei aber auch durch die Polizei eine massive Verfolgung der Dealer und der Strukturen dahinter. Dazu gehöre auch eine Justiz, die "knallhart verurteilt". In dem Zusammenhang kritisiert der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Gesundheitsstadtrat von Neukölln auch, dass es in Berlin kein stadtweites Lagebild der Drogenproblematik gibt. "Wir wissen gar nicht, wie die Entwicklung in der ganzen Stadt verläuft. Wir kriegen immer nur die Hot-Spots mit, das sind nur punktuelle Erkenntnisse."

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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