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Parteienforscher: Bundespolitisches Comeback von Schavan unwahrscheinlich

Archivmeldung vom 12.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Annette Schavan (2011)
Annette Schavan (2011)

Lizenz: www.dts-nachrichtenagentur.de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth hält ein bundespolitisches Comeback der zurückgetretenen Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) für sehr unwahrscheinlich. "Wenn man erst einmal weg vom Fenster ist, dann ist man weg vom Fenster", sagte Langguth der "Saarbrücker Zeitung". "Auch wenn Schavan Unrecht widerfahren sein mag, die Universität hätte es ja zum Beispiel bei einer Rüge belassen können, so wird doch immer etwas Negatives hängen bleiben." Das gelte selbst für den unwahrscheinlichen Fall, wenn Schavan den Doktortitel per Gerichtsentscheid zurückbekäme, so Langguth.

Eine mögliche Beschädigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schließt Langguth praktisch aus. "Mit dem Plagiatsfall hat sie ja nichts zu tun. Und denken Sie an den Fall zu Guttenberg. Der war viel spektakulärer, hat Merkel aber auch nicht geschadet." Im Endeffekt könne sich der Personalwechsel an der Spitze des Bildungsressorts sogar positiv für Schwarz-Gelb auswirken. "Ein neues Gesicht, wie es nun mit Johanna Wanka ins Bildungsministerium einzieht, weckt bei vielen Menschen positive Erwartungen und bringt neuen Glanz ins Bundeskabinett", erklärte der Politik-Experte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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