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Frühjahrsgutachter fordern Steuerreform

Archivmeldung vom 15.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die führenden Konjunkturforschungsinstitute machen sich in ihrer Gemeinschaftsdiagnose für eine Reform der Einkommensteuer stark. Der Steuertarif solle abgeflacht und der "Mittelstandsbauch" beseitigt werden, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z./Donnerstagsausgabe) und beruft sich auf Kreise der mit dem Gutachtachten vertrauten Personen.

Der "Mittelstandsbauch" bezeichnet eine Wölbung im Verlauf des Steuertarifs, die dadurch entsteht, dass der Steuertarif im unteren Bereich der Einkommensskala stärker steigt als in oberen Bereichen. Von einer Glättung des Tarifs würden in der Konsequenz vor allem die Bezieher von kleinen und mittleren Einkommen profitieren.

Spielraum für eine solche Reform sei vorhanden, da die Bundes nach Ansicht der Institute in den kommenden beiden Jahren Haushaltsüberschüsse erzielen werde. Zur lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die im März angefangen hat im großen Stil Staatsanleihen aufzukaufen, äußern sich die Ökonomen distanziert. Sie warnen aber nicht vor akuten Gefahren einer Blasenbildungen auf Immobilien- oder Aktienmärkten.

Nach Informationen der F.A.Z. rechnen die Ökonomen mit einem Anspringen der Inflation. Nach 0,5 Prozent in diesem Jahr werden die Verbraucherpreise laut Prognose 2016 um 1,3 Prozent steigen. Ihre Wachstumsprognose für das laufenden Jahr haben die Forscher überraschend deutlich auf 2,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) angehoben. Im Jahr 2016 rechnen sie mit 1,8 Prozent.

Die Gemeinschaftsdiagnose wird am Donnerstag veröffentlicht und dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre Konjunkturprognose, die dementsprechend optimistisch ausfallen dürfte. Beteiligt sind an der Gemeinschaftsdiagnose vier Konsortien, zu denen das Münchener Ifo-Institut, das Essener RWI, das DIW in Berlin sowie das IWH in Halle gehören.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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