Beirat drängt Reiche zu Einsatz für Sozialkürzungen
Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium hat Ministerin Katherina Reiche (CDU) aufgefordert, sich in der Regierung für eine wirksame Dämpfung der Sozialbeiträge einzusetzen. Anstatt der "problematischen Entwicklung Einhalt zu gebieten", wolle die Koalition zahlreiche Sozialleistungen sogar noch ausweiten, heißt es in einem Brief des Beirats an Reiche, über den das "Handelsblatt" berichtet.
Sie solle die im Koalitionsvertrag vereinbarten sozialpolitischen
Maßnahmen "sorgfältig gegen die Gefahren für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung Deutschlands" abwägen - und "diese gesamtwirtschaftliche
Perspektive" im Kabinett einbringen, verlangen ihre Berater.
Konkret
fordert der Beirat etwa die Dynamisierung des Rentenalters nach
Entwicklung der Lebenserwartung. Bei der weiteren Anpassung der Rente
soll die Lohnentwicklung künftig nur noch für niedrige Einkommen der
Maßstab sein. Höhere Renten hingegen sollten "nur noch mit der
Inflationsrate steigen". Die abschlagsfreie "Rente mit 63" für besonders
langjährig Versicherte will der Beirat ganz abschaffen - oder zumindest
auf gesundheitlich beeinträchtigte Personen beschränken.
Quelle: dts Nachrichtenagentur