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Bedeutung von Atomkraft sinkt weltweit

Archivmeldung vom 20.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Energie aus Atomkraftwerken wird global immer unwichtiger. Das geht aus dem Weltstatusbericht zur Atomenergie hervor, den das Büro von Nuklearanalyst Mycle Schneider kommende Woche veröffentlicht und über den der "Spiegel" vorab berichtet.

Kernkraft macht demnach nur noch rund zehn Prozent des globalen Strommixes aus, knapp 7,5 Prozentpunkte weniger als zur Hochzeit der Technologie im Jahr 1996. Der Bedeutungsverlust dürfte sich laut Schneider fortsetzen. 80 der 417 aktiven Reaktoren seien älter als 41 Jahre und hätten somit das von Herstellern anvisierte Betriebsalter überschritten.

Weitere 192 AKW sind der Studie zufolge mindestens 31 Jahre alt. Neu gebaut würden nur 46 Reaktoren, 27 der Projekte dürften länger dauern als geplant. Generell würden sich neue Kernkraftwerke nur rechnen, wenn deren Erbauer staatliche Subventionen erhielten. Die Kosten für den Bau neuer AKW beliefen sich auf mindestens 112 Dollar pro Megawattstunde. Bei Fotovoltaikanlagen seien es nur mindestens 36 Dollar, bei Windanlagen an Land sogar teils nur 29 Dollar. "Erwartungen, die Atomkraft könne als CO2-schwache Energieform eine Renaissance erleben, lassen sich nicht bestätigen", sagte Schneider.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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