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TV-Moderatorin Lisa Ortgies über ihren Herzinfarkt und warum Selbstoptimierung der falsche Weg ist

Archivmeldung vom 04.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Titelbild zu Ausgabe 05/2018
Titelbild zu Ausgabe 05/2018

Bild: EMOTION

Lisa Ortgies ist bekennender Serien-Junkie, mit einer Vorliebe für amerikanische Arztserien. Vor zwei Jahren fand sich die beliebte "frauTV"-Moderatorin plötzlich in einem New Yorker Krankenhaus wieder: das Herz. "Insgeheim muss mir klar gewesen sein, dass der Dauerdruck, der Schlafmangel, die Zehn-Stunden-Tage plus Kinder und Haushalt zu einer mittelschweren Katastrophe führen würden", schreibt die zweifache Mutter mit eigener Produktionsfirma in EMOTION (Ausgabe 5/18).

Was kaum jemand weiß: Herzinfarkte sind neben Schlaganfällen die Haupttodesursache bei Frauen. Besonders im Alter zwischen 40 und 55 Jahren steigt nach Angaben der Deutsche Herzstiftung e.V. das Risiko für Frauen. Stress, Ärger oder der Verlust des Partners schaden Frauenherzen offenbar mehr. Ortgies, bei der in New York ein Broken-Heart-Syndrome diagnostiziert wurde, ein Herzkrampf, erlitt einige Monate später einen "echten" Infarkt. Was besonders gefährlich ist: Frauen suchen später Hilfe. Jüngere Frauen wählen im Schnitt erst nach 108 Minuten den Notruf (zum Vergleich: Männer nach 80 Minuten), und Frauen über 65 lassen nach den ersten Symptomen im Schnitt sogar 4,5 Stunden vergehen.

Während der heutige Leistungsdruck für die Zunahme der Infarkte mitverantwortlich ist, hat Ortgies noch einen anderen Druck erlebt: "Versagen und Zweifel sind erlaubt, solange sich retrospektiv alles zu einer wertvollen Erfahrung umdeuten lässt. Ein Scheitern darf nicht einfach so stehen bleiben, schon gar nicht Trauer darüber." Lisa Ortgies sagt, das moderne Credo "Mach etwas aus deinen Potenzialen, deinen Muskeln, deinen Kinder" gehe längst weiter: "Mach was aus deiner Lebenskrise, deinen Schwächen, deinem Scheitern." In EMOTION klagt sie an: "Der Druck zur Selbstoptimierung macht selbst vor Krankheit nicht halt - und für die Heilung sind wir selbstverständlich selbst verantwortlich." Die lebenslustige Moderatorin und Buchautorin sieht überall, dass heute die Formel gilt: "Wer krank bleibt ist schlichtweg an sich selbst gescheitert." Und sie teilt den Gedanken, der sie entlastet hat: "Shit happens!"

Quelle: EMOTION Verlag GmbH (ots)

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