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Viele Angehörige von Suchtkranken sind co-abhängig

Archivmeldung vom 31.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Partner und Angehörige von Suchtkranken geraten häufig in eine Co-Abhängigkeit: Sie sind im Netz der Sucht mitgefangen. Viele von ihnen leiden unter Depressionen, Traumata und Angststörungen, wie Heinz-Willi Lahme, Psychotherapeut an der Johannesbad-Fachklinik Hochsauerland in Schmallenberg, im Patientenmagazin "HausArzt" erklärt.

Angehörige von Abhängigen versuchen in erster Linie, zu helfen. Doch der Aufwand, um den Suchtkranken von seiner Droge fernzuhalten, sein Verhalten zu ertragen und vor Bekannten zu entschuldigen, ist gewaltig - die Sucht bestimmt auch den Alltag der Angehörigen. Schätzungsweise acht Millionen Co-Abhängige gibt es in Deutschland. Alarmsignale können anhaltend düstere Stimmungslagen, zunehmende Ängste, Erschöpfung und Schlafstörungen sowie der Konsum von Beruhigungs- und Schlafmitteln sein.

Möglich sind auch körperliche Symptome wie Migräneattacken, chronische Rücken- oder Magenschmerzen, Bluthochdruck und Herzprobleme. Einen Weg aus dem Teufelskreis zu suchen, lohne sich immer, betont Lahme. Als erster Ansprechpartner ist der Hausarzt ideal. Um sich selbst zu retten, müssen sich manche Betroffene von dem kranken Partner trennen. Dazu muss es aber nicht kommen. Wenn Co-Abhängige ihr Verhalten ändern, besteht die Chance, dass auch der Suchtkranke erkennt, dass etwas passieren muss.

Quelle: Wort & Bild Verlag - HausArzt - PatientenMagazin (ots)

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