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Manche Medikamente machen Haut sehr lichtempfindlich

Archivmeldung vom 01.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: knipseline / PIXELIO
Bild: knipseline / PIXELIO

Ist die Haut extrem lichtempfindlich, kann es an bestimmten Medikamenten liegen: Sogenannte fotosensibilisierende Arzneien, die in sonnenarmen Zeiten gut vertragen werden, können im Sommer zu unerwünschten Reaktionen führen. "Wie ein sehr sehr starker Sonnenbrand", erklärt der Direktor der Hautklinik am Helios Uniklinikum Wuppertal, Prof. Percy Lehmann, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Dabei gelangen Wirkstoffmoleküle in die Haut. Treffen sie dort auf energiereiche UV-A-Strahlen, spalten sie Teilchen ab. Diese reagieren mit dem umliegenden Gewebe. Die Folge: Hautzellen werden beschädigt oder zerstört. "Die Haut entzündet sich", sagt Lehmann - und das oft schon nach einem Sonnenbad, durch das sie sich sonst lediglich röten würde. Solche Hautschäden durch Medikamente sind nicht nur stärker als Sonnenbrand, sie halten auch länger an: "Drei bis vier Tage haben Sie damit schon zu tun", sagt der Experte.

Eine erhöhte Lichtempfindlichkeit kann sowohl bei der Einnahme als auch bei der äußerlichen Anwendung von Arzneien auftreten: bei vielen Antibiotika und Johanniskraut sowie schmerz- und entzündungslindernden Wirkstoffen wie Naproxen und Diclofenac. "Die gute Nachricht: Patienten müssen die Sonne nicht meiden, wenn sie sich an das Sonnenschutz-Abc halten", sagt Apothekerin Petra Liekfeld aus Mülheim an der Ruhr. Das bedeutet: A - Ausweichen, also insbesondere in der Mittagszeit nicht in die Sonne gehen. B - Bedecken mit Kleidung, Mütze und Sonnenbrille. Und C - Cremen, mit hohem Lichtschutzfaktor und in ausreichender Menge.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Apotheken Umschau (ots)

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