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Novartis-Chef erwartet Corona-Impfstoff frühestens in zwei Jahren

Archivmeldung vom 15.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Die Impftheorie ist in über 200 Jahren nicht einmal wissenschaftlich bewiesen worden (Symbolbild)
Die Impftheorie ist in über 200 Jahren nicht einmal wissenschaftlich bewiesen worden (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Chef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, Vasant Narasimhan, dämpft die Hoffnung auf schnelle Erfolge in der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. "Wir müssen realistisch bleiben", sagte Narasimhan der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Bis ein Impfstoff Marktreife erlange, vergingen normalerweise zehn bis zwölf Jahre. In manchen Fällen "wie bei HIV und Malaria" warte man bis heute auf den Durchbruch. "Was das neuartige Coronavirus angeht, sollten im Herbst die Ergebnisse der ersten klinischen Studien zu den Impfstoffkandidaten vorliegen. Optimistisch betrachtet, das heißt, wenn alles so läuft, wie wir es erhoffen, dürfte es 24 Monate dauern, bis wir einen Impfstoff haben", so der Novartis-Chef weiter. Er erinnerte daran, dass bei früheren Seuchen wie der Schweinegrippe immer zuerst die reicheren Länder mit Impfstoffen versorgt worden seien, während die ärmeren Länder erst in einer zweiten Welle drangekommen seien.

"Es wäre wünschenswert, wenn man in diesem Fall so große Produktionskapazitäten aufbauen könnte, dass Menschen überall auf der Welt zur gleichen Zeit geholfen werden kann. Danach müssen wir streben", sagte Narasimhan. Am Geld werde die Entwicklung eines Impfstoffs nicht scheitern. "Das Problem wird sein, in möglichst kurzer Zeit die Produktion auf die Beine zu stellen. Es dauert normalerweise drei bis vier Jahre, um eine Impfstoff-Fabrik zu bauen", so der Novartis-Chef weiter. Das sei viel zu lang. Man müsse "also das vorhandene Produktionsnetzwerk nutzen, um schnell große Mengen herstellen zu können". Zum Novartis-Malariamedikament Hydroxychloroquin, das US-Präsident Donald Trump zur Behandlung von Covid-19 empfohlen hatte, erklärte Narasimhan, dass man zunächst qualitativ hochwertige Studienergebnisse abwarten müsse.

"Wir hoffen, dass die nun laufenden klinischen Studien, darunter auch eine gemeinsam mit der US-Gesundheitsbehörde FDA, bis zum Juli oder August zeigen, ob Hydroxychloroquin eine positive Wirkung entfaltet oder nicht", so der Novartis-Chef weiter. Er regte an, flexible Plattformen aufzubauen, die dazu befähigen, künftig schneller auf den Ausbruch eines neuen Virus zu reagieren. "Wir dürfen nicht darauf warten, dass das nächste Virus auftaucht. Das Problem ist nur: Wir wissen nicht, welches Virus als nächstes kommt", sagte Narasimhan der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Man laufe also Gefahr, "viel Energie in das Coronavirus zu stecken - und dann kommt eine ganz andere Art von Angreifer um die Ecke."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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